• Michael

Namibia SELF DRIVE TOUR Tag 17/18 - Verhandeln ist alles ;-)


Die Fahrt nach Windhuk am nächsten Morgen verlief ohne besondere Vorkommnisse. Wir tankten ein letztes Mal auf, denn wir mussten den Wagen schließlich 'voll' zurückgeben. Wie üblich konnte ich direkt an der Zapfsäule bei dem Angestellten mit meiner Kreditkarte bezahlen. Ich versuchte ihm zu erklären, dass wir in Deutschland den Kunden absichtlich in den Tankstellen Shop locken, damit er dazu verführt, wird noch eine Kleinigkeit zu kaufen. Aber der Mann lehnte lachend und freundlich ab und meinte, dass es gerade zu ihrem Konzept gehört, uns als Kunden den besten und bequemsten Service zu bieten.

Sonnenuntergang über Kalkfeld


Das kleine Hotel in Windhuk war hinter seiner hohen Stacheldrahtmauer gar nicht so leicht zu finden, aber schließlich gelang es uns doch, und wir konnten durch das für uns geöffnete Tor einfahren. Nach kurzer Zeit kam auch unsere Kontaktperson an, die die Abgabe des Geländewagens abwickeln wollte. Wir fuhren zu zweit zur örtlichen Zweigstelle der Vermietstation. Dort zeigte man sich leider wenig hilfsbereit, und auch die Abgabe des Wagens entwickelte sich, wie auch schon bereits bei der Ankunft erlebt , zu einer langwierigen und komplizierten Prozedur.


Die Mitarbeiter machten uns klar, dass sie nicht gewillt waren, hier das Fahrzeug entgegen zu nehmen, wir sollten es doch am Flughafen abgeben. Dies war natürlich entgegen sämtlicher Vereinbarungen, außerdem liegt der Flughafen von Windhuk ja bekanntlich ziemlich weit von der Stadt entfernt. Mein Agent zückte sein Telefon, um an der Mietzentrale am Flughafen anzurufen. Dort kannte er den Geschäftsführer namens Christian. Ganze 15 Minuten versuchte mein Agent mit allen Tricks der Verhandlungskunst Christian davon zu überzeugen, warum es unmöglich war, jetzt noch zum Flughafen raus zu fahren. Weder er noch ich hatten dazu große Lust. Nach zähen Verhandlungen ging mein Agent in das Büro der Zweigstelle, bat um Aufmerksamkeit und stellte das Telefon auf laut. Nun verkündete Christian für alle im Büro gut hörbar, dass der Wagen doch abgegeben werden darf.

Das kleine Stadthotel Uhland in Windhuk Stadt


Was ihn plötzlich umgestimmt hatte war nicht ganz klar, aber ich war natürlich sehr erleichtert. Später erzählte mir mein Agent, ein junger, gebürtiger Südafrikaner, dass auch Namibia „sau-korrupt“ ist. Er bringe hin und wieder für alle Mitarbeiter Chips und Cola mit, dann würde plötzlich alles doppelt so gut funktionieren. Leider hätte er schon lange nichts mehr mitgebracht, was er nun zu spüren bekommen hatte. Mürrisch erhob sich also die Chefin der Zweigstelle, um meinen Leihwagen in Augenschein zu nehmen. Sie verlangte einen Beweis, dass ich auch vollgetankt hatte, und gut, dass ich die Tankquittung aufgehoben hatte!!! Irgendwie war es ulkig mitanzusehen, wie genau die Rücknahme des Wagens erfolgte und wie jedes Detail nachgeprüft wurde, wohingegen bei Abholung des Wagens die Hälfte der Ausstattung einfach mal nicht an Bord gewesen war. Mein Agent fertigte ebenfalls ein Handyvideo an, dass sich die Ausstattung wieder ordnungsgemäß an Bord befand, damit später nicht das Gegenteil behauptet werden konnte. Den Nachmittag ruhten wir uns im Hotel etwas aus.

Gleich mal ein paar Timelapse rendern. Die kleinen Papageien in der Voliere nebenan, leisten mir dabei Gesellschaft.


Ein Schild im Bad verweist auf die knappen Wasserressourcen


Tag 18 - Abreise

Am nächsten Morgen sollte es ja schon wieder um 4:00 Uhr Richtung Flughafen gehen. Wir wurden für afrikanische Verhältnisse pünktlich abgeholt und unterhielten uns die ganze Fahrt über und in holprigem Englisch mit dem freundlichen Fahrer. Mein sehr verdächtiges Gepäck, mit den vielen Akkus, Kabeln und seltsamen Gegenständen interessierte bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen niemanden und nach einem entspannten Rückflug landeten wir wieder in Frankfurt. Im Gepäck hatten wir viele schöne Erinnerungen und natürlich ebenso schöne Fotos und Videos. Es ist nicht selbstverständlich, wieder gesund daheim anzukommen und deshalb waren wir erleichtert und dankbar, dass alles überaus gut gelaufen ist. ML

Dies war der letzte Eintrag zu meinem Aufenthalt in Namibia im Jahr 2018. Vielen Dank, dass Ihr daran Anteil genommen habt.



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