• Michael

Namibia SELF DRIVE TOUR Tag 6 - Landschaft und Leopard

Aktualisiert: 1. Juni 2018



Spitzkoppe ist kein gewöhnlicher Campingplatz. (Hier gehts zum Vortag) Die Ausdehnung ist gigantisch, die nächsten Nachbarn sind meist sehr weit weg. Das Gebiet ist ca 5 km x 3 km groß, aber immerhin eingezäunt. Strom gibt es nicht, Duschen nur vorne beim Eingang - und verteilt auf dem Platz sind überall Plumpsklos eingerichtet.

Irgendwann in den letzten Jahren muss die Überdachung der Duschen abgebrannt sein. Diese ist aber nicht zwingend erforderlich.


Beim Check-In am Vortag erklärte uns ein Rezeptionist, wo die wichtigsten Sehenswürdigkeiten seien, und wo wir nicht hindürften. Unter anderem erwähnte er ein Gate, dass nur mit einem Ranger durchschritten werden dürfe, da sich dahinter wilde Tiere tummeln könnten. Da wir also etwas Muße hatten, schlug Marion vor, wenigstens einmal zu diesem Gate hinzuwandern, um dort vielleicht etwas Interessantes zu entdecken. Dieses war ca. 2 km weit entfernt und sollte trotz sengender Hitze gut erreichbar sein. Wir fühlten uns wie in der Sahara, und die Strecke erschien uns länger als gedacht. Als wir an dem Tor ankamen, trauten wir unseren Augen kaum. Dort hing oben in einem Baum ein Skelett eines ausgewachsenen Schafes!

Wer genau hinsieht erkennt das Skelett in der Astgabel


Die Ohrmarke war noch deutlich zu erkennen. Wir kannten nur ein Tier, das die Kraft besitzt, solch ein schweres Opfer bis hoch in den Baum hinauf zu zerren: Ein Leopard!


Nun kommen wir aber zum Problem des Ganzen: Der Baum samt den Überresten des Kadavers, stand auf der vermeintlich „sicheren“ Seite des Zaunes! Also auf der Seite, auf welcher Dutzende nichtsahnender Camper jede Nacht ihre Zelte aufschlagen.


Okay, immerhin hatten wir nun das Ziel unserer Mission erfolgreich abgeschlossen: „Zum Gate gehen, um dort eventuell etwas Interessantes zu sehen“. Jetzt bekamen wir jedenfalls wieder bestätigt, dass Sicherheit beim Campen in Afrika ziemlich relativ ist, und dass man eine gesunde Vorsicht an den Tag zu legen hat. Nicht zuletzt auch wegen möglicher Schlangen, die sich auf solchen Fußmärschen im dornigen Dickicht verbergen könnten.


Die Felsen gaben uns tagsüber wertvollen Schatten. Nachts strahlten sie die Wärme des Tages ab




Am Abend gesellten sich noch viele Klippschliefer zu uns, die aus ihren Felsenverstecken herunter kamen. Sie kletterten geschickt auf die Bäume, um die grünen Triebe abzunagen. Wenn man einen Schritt zu viel auf sie zu machte, hasteten sie überstürzt in ihre Felsenverstecke. Dabei ließen sie sich regelrecht aus den Bäumen plumpsen.

Eine meiner Lieblingsaufnahmen. Ein Klippschliefer sitzt ruhig da und lässt sich von der Morgensonne aufwärmen. Die Tiere bewegen sich nicht allzu häufig


Klippschliefer aus der Nähe betrachtet


Besuch eines Maskenbülbül


Trauerdrongo - Eher gut gelaunt als traurig


Am Abend stellte ich noch eine weitere Timelapse auf. Ganz zufrieden mit dem Ergebnis war ich nie wirklich und nahm mir vor, es beim nächsten Mal besser zu machen. Währenddessen hatte ich immer etwas Zeit und fotografierte den Sternenhimmel mit meinem 70-200 G-Master von Sony. Dabei gelangen mir diese Aufnahmen von Sternennebeln. ML (hier gehts weiter...)

Sternennebel in der Milchstraße. Mit bloßem Auge erkennt man die Farben nicht, nur der empfindliche Kamerasensor, kann diese sichtbar machen.


Ob der Leopard vorbeikommt um sich etwas aufzuwärmen?


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