• Michael

Namibia SELF DRIVE TOUR Tag 8 - Ankunft am Brandberg



Wir brachen zeitig auf und fuhren stundenlang über holprige Schotterstraßen. (Hier gehts zum Vortag) Unser Ziel an diesem Tag war der ‚Brandberg‘, ein über 2500 Meter hohes Bergmassiv. Durch die regenreichen Monate zuvor, war die Ebene um den Berg herum wunderschön, mit hellgrünem Savannengras bewachsen, was mit dem dunstigen Blau des Himmels und dem Braun des Berges einen gut abgestimmten, zarten Farbverlauf ergab.

Der Brandberg ist von oben gesehen kreisrund


Hellgrünes Gras schmiegt sich in der Ebene an die Flanke des Berges an


Der Campsite befand sich an einem Flussbett, das momentan ausgetrocknet war, mit herrlichem Blick auf das Bergmassiv. An der Rezeption hingen Warnschilder, die auf die hier lebenden Wüstenelefanten sowie auf eine Löwengruppe aufmerksam machten, die hier ein paar Tage zuvor gesichtet worden war. Unser Platz war ebenso wie der Nachbarplatz sehr groß bemessen. Die Parzelle hatte unglaubliche 25 x 20 m und es hätten spielend fünf Camper mit Dachzelt Platz gehabt. Ähnlich wie in der USA ist in Namibia alles etwas großzügiger bemessen.

Der Ausblick an unserem Platz. Es sind gut die Steine zu erkennen, die unsere Parzelle markieren


Wir hatten keinen Strom, aber immerhin einen Wasserhahn. Manche Duschgebäude, die jeweils ohne Dach waren, sahen aus wie Altäre, denn davor rauchte meist ein lustiges Feuer, das die Aufgabe hatte, den Durchlaufkessel zu erhitzen, um warmes Wasser zum Duschen zu haben. Ein Angestellter des Platzes ging tatsächlich morgens und abends herum, um die Kessel mit Holz anzuschüren. Eines Morgens sagte ich zu Marion: „Schau mal, die Dusche brennt“, was uns ein paar heitere Minuten bescherte. In diesem Video mache ich für Euch einen kleinen Rundgang über den Platz:



Überhaupt muss man sich hier sehr schnell daran gewöhnen, dass man nicht nur von oben bis unten eingestaubt ist, sondern auch durchweg alles nach Rauch riecht. Das ist nun mal Camping in Afrika. Wenn man nicht gerade sein eigenes Feuer anzündet, tut es der Nachbar oder irgendein Angestellter vor Ort. Die Sicherheitslage hier war nicht allzu vertrauenserweckend, denn da der Platz nicht eingezäunt war, musste man nicht nur wegen der wilden Tiere wachsam sein. Denn nach Anbruch der Dunkelheit liefen jeden Abend einige Einheimische über den Platz. Da man diese nicht im Einzelnen kennt, ist man natürlich erstmal wachsamer als sonst. Einige von ihnen boten ein Abendprogramm mit kulturellem Gesang und Tanz an, das wir freundlich ablehnten. Im Übrigen waren sie alle ganz friedlich, aber im Voraus weiß man das ja nie, das hat die Abendstimmung immer ein klein wenig angespannt. Es genügt schon, wenn plötzlich eine kleine Gruppe im Dunkeln abbiegt, um nahe hinter unserem Auto vorbeizugehen, um nervös zu werden. Ein Handgriff würde genügen, die Türe aufzureißen und mit meinem wertvollen Kamerakrams in der Dunkelheit zu verschwinden. Zusperren würde helfen, stellten wir später fest. Das hört sich zwar überängstlich an, sollte jedoch nicht missverstanden werden. Hätte ich nur eine normale Urlaubsausrüstung dabei, hätte ich vermutlich ziemlich gleichgültig reagiert. Leider ist jedoch meine Kameraausstattung fern davon, als „normal“ gültig zu sein. Wer also die Möglichkeit hat, sollte so wenig wie möglich wertvolles dabei haben. Das entspannt sicherlich ungemein. ML (Hier gehts weiter)

Ein gestreiftes afrikanisches Baumhörnchen schimpft über unseren Köpfen vom Baum herunter

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