• Michael

Namibia SELF DRIVE TOUR Tag 10 - Cheetah Farm

Aktualisiert: 19. Juni 2018



Heute sollte es weiter Richtung Norden gehen, geplantes Ziel war eine Geparden-Farm. (Hier gehts zum Vortag) Nicht jeder Farmer ist über die Anwesenheit dieser Raubkatzen erfreut, und deshalb werden die Tiere betäubt und zur Geparden-Farm transportiert, wo man sich ihrer annimmt. Aber auch verletzte Tiere werden dort wieder aufgepäppelt. Nach mehreren Stunden Schotterpiste machten wir einen Tankstopp in Kamanjab. Die ortsansässige Total-Tankstelle war nicht besonders groß und wirkte wenig vertrauenserweckend. Ich wies Marion an, nach meinem Aussteigen die Türen zu verriegeln und fauchte sie leicht gestresst an, warum sie denn nicht schon längst die beiden Smartphones versteckt hatte. Vor dem kleinen, benachbarten Supermarkt lungerten ca. 50 Personen herum, die zum Teil sehr grimmig drein schauten. Einige Himba (nomadisch lebendes Volk im Norden Namibias), hielten sich auch unter ihnen auf.

Tankstopp in Kamanjab


Eigentlich hätten wir noch etwas einkaufen müssen, aber wir vertagten unser Vorhaben auf die nächste Stadt. Ich fragte unseren freundlichen Tankwart auf Englisch, ob es in diesem Ort noch einen größeren Supermarkt als diesen gäbe, was er bejahte. „Rechts um die Ecke ist einer“, meinte er. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass er den Markt gemeint hat, den wir ohnehin von der Tankstelle aus gesehen hatten. Dem freundlichen Tankwart und dem grimmigen Fensterputzer steckte ich noch ein Trinkgeld zu, was deren beider Mienen sichtbar aufhellte und wir setzten unsere Fahrt fort. Marion machte mich plötzlich noch auf ein Schild aufmerksam, auf dem vor bewaffneten Raubüberfällen gewarnt wurde. Mit einer abgebildeten Pistole und einem Kreuz darüber… Nichts wie weg hier! Am Nachmittag kamen wir auf der Farm an, und die nette Besitzerin wies uns den Weg zu dem etwa 2 km entfernten Stellplatz. Die Stille vor Ort war wieder einmal unglaublich.

Unser Stellplatz umgeben von niedrigen Bäumen und ausgerüstet mit allem was man braucht


Wir richteten uns auf unserer Parzelle ein, die nicht weit von den Waschhäusern entfernt lag. Allgemein lösten die meisten dieser Sanitärgebäude bei mir ein kleines Schmunzeln aus. Alle waren erstaunlich sauber und auch teilweise ordentlich gefliest. Die Decken bestanden typisch afrikanisch aus armdicken Holzstämmen, die mal mehr, mal weniger gerade gewachsen waren und mit einem Lehm-Zement-Gemisch fixiert waren. Es gab ein WC mit rustikaler Stahltüre und einem Riegel, ein Waschbecken und eine Duschzelle. Der Geruch erinnerte mich sehr stark an die alten Häuser in unserem Freilandmuseum in Deutschland – eine Mischung aus Holz, altem Staub und einer gehörigen Portion Rauch. Einmal besichtigte ich auch Marions Sanitärbereich und sie zeigte mir halb freudig, halb erschauernd, zwei große, Unken ähnliche Echsen, die ca. 20 cm groß waren und dort Unterschlupf gefunden hatten. Unsere Taschenlampen fanden sie nicht so toll und sie krochen gemächlich hinter ein Holzspind, indem sich vermutlich ein paar Putzutensilien befanden. ML

(hier geht es weiter...)

Sieht gemütlich aus. Das Nest eines Webervogels.


Die größte Ameise die ich jemals gesehen habe. Sie ist ca 3cm groß.

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