• Michael

Sony SEL 70-200mm f/2.8 G-Master

Aktualisiert: 3. Feb 2018

Ist dieses Objektiv überflüssig?


Zugegeben: Allzu oft setze ich mein 70-200 Objektiv (Sony SEL 70-200mm f/2.8 G-Master) nicht ein. Dennoch fällt es ziemlich schwer, sich davon wieder zu trennen, wenn man es erst einmal besitzt. Aber warum ist das so? Und wozu kann man ein 70-200 Objektiv einsetzen? Darauf möchte ich hier kurz eingehen:


Als das Objektiv damals von Sony angekündigt wurde, gab es zunächst einmal eine Überraschung. Denn Sony rief damals einen UVP von 2999 Euro auf, mit dem ich eigentlich nicht gerechnet hatte. Denn das 70-200 (G2) für den A-Mount kostete 3499 € UVP, obwohl es deutlich schlechter ausgestattet ist. Natürlich sind beide Optiken keine Schnäppchen aber trotzdem freute ich mich darüber, dass das besser ausgestattete G-Master nicht teurer geworden war, sondern im Gegenteil: Günstiger. Für den A-Mount besaß ich damals das 70-200 (G1), welches ebenfalls bereits unglaublich scharf war. In meinem Video Test wird das aber tatsächlich nochmal vom G-Master übertroffen.

Überhaupt sind die 70-200er Objektive ALLER Hersteller dafür berühmt, messerscharfe Bilder zu liefern. Scheinbar begünstigt die Linsenaufteilung dieser Zoom-Objektive und der Brennweitenbereich die Tatsache, dass sich die Hersteller Canon und Nikon ebenfalls sehr leicht getan haben, diese Optiken in einer hohen Qualität zu produzieren. So auch Sony. Nicht nur die Lichtriesen 70-200 für den A-Mount, sondern auch das G-Master für den E-Mount haben eine legendäre Abbildungsqualität. Auch die preisgünstige Variante für den E-Mount, das 70-200 f/4.0, überzeugt mit einer überragenden Bildqualität. Ein echter Preistipp für diejenigen, die nicht so viel Geld für eine Blendenstufe lichtstärker ausgeben möchten. Ebenso liefern Sigma, Tamron und Co. auch hervorragende Ergebnisse.



Aber - die beste Optik nützt bekanntlich nichts, wenn man sie nicht einsetzt. Auch bei mir kommt sie nicht so häufig zum Einsatz, aber woran liegt es? Eins ist klar, wenn ich die Optik angebaut habe, dann gerate auch ich ins Schwärmen. Die Bilder sind nicht nur besonders scharf und kontrastreich, sondern auch das Bokeh, das durch die 11 Blendenlamellen besonders weich ausfällt, überzeugt auf Anhieb. Daneben ist es noch stabilisiert, der Fokus ist durch zwei Fokusmotoren extrem schnell, und auch der Videofokus läuft flüssig, ist reaktionsfreudig und schnell auf dem Punkt. Daneben liegt es noch gut in der Hand und ist wertig verarbeitet.


Für was werden lichtstarke 70-200er eigentlich gebaut? Zuerst fällt einem hier das Wort "Portrait" ein. Dies müssen nicht immer Menschen sein, für die es sich natürlich hervorragend eignet. Auch Tiere können damit überzeugend portraitiert werden. Durch die etwas längere Brennweite hat das Motiv ausgewogene Proportionen und wird durch das entstehende Bokeh perfekt vom Hintergrund abgehoben. Die offene Blende tut ihr Übriges dazu.

Ideal ist das Objektiv auch in dunkleren Situationen geeignet, um bis zu einer Brennweite von 200mm lichtstark heran zu zoomen. Für meine Einsatzzwecke sehe ich die Stärken des Objektivs darin, dass man größere Tiere, die einen nah an sich heranlassen, professionell filmen und fotografieren kann, mit einem sehr schönen, weichen Bokeh und einer überragenden Schärfe.

Sehr oft sind die Tiere, die ich filme oder fotografiere, entweder sehr scheu oder sehr klein. Weiß ich jedoch von vornherein, dass ich z.B. Robben oder Pferde und ähnliches ablichte, dann wittere auch ich meine Chance und mein 70-200 ist dann natürlich ein absolutes MUSS! Und deshalb fällt einem auch eine Trennung schwer… denn obwohl es für seinen stolzen Preis viel zu wenig eingesetzt wird, ist man jedes Mal davon aufs Neue überzeugt…- und dies meistens bereits im Sucher oder am kleinen Kameramonitor. ML

Angeschlichen: Wenn man nah genug heran kommt, dann genügt auch bei kleineren Tieren ein 70-200


Messerscharf. Bei der Runzelhaut der Elefanten besonders beeindruckend.



Durch die offene Blende lässt sich der Blick des Betrachters perfekt auf das Wesentliche lenken.



Nah dran. Auch für größere Insekten herrlich einzusetzen.




Schnell. Gerade das 70-200mm G-Master legt

ein ordentliches Fokus Tempo an den Tag.
















Auch für schmale Ausschnitte in der Landschaft eignet sich diese Brennweite hervorragend. Es ist eine willkommene Abwechslung zu alltäglichen Weitwinkel Landschaftsfotos.

Gemacht für Portraits. Hier ein süßes Kitten.

Die offene Blende lässt Vordergrund u. Hintergrund verschwimmen.

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